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Workshops - Donnerstag 09.11.2017

08.00 - 16.00 Uhr | Sklerosierungskurs: Verödungstherapie der Varikose
Leitung: M. Jünger, H. Riebe

  • Anatomie, Pathophysiologie und Diagnostik des Beinvenensystems
  • Sklerosierungsmittel (Polidocanol): Übersicht, Historie und aktuelle Entwicklungen
  • European guideline on sclerotherapy (Auszüge)
  • Indikationen, Techniken und Durchführung der Schaum-Sklerotherapie
  • Strategisches Vorgehen bei Sklerosierung aus ästhetischerIndikation (Fallbeispiele)
  • Strategie der Sklerosierung von V. saphena magna/parva (Fallbeispiele)
  • Post-treatment Management
  • Management der Komplikationen
  • hands on activities alle Kursteilnehmerinnen und –teilnehmer
  • Praxis der Schaumherstellung mit drei Methoden
  • Praxis der ultraschallkontrollierten Punktion von Venen am Schlauchmodell
  • Praxis der Punktion von Teleangiektasien am Modell
  • Sklerosierung, Endoluminale Verfahren, Phlebochirurgie: Therapieentscheidung anhand von Kasuistiken (Erfahrungsaustausch mit den Kursteilnehmerinnen)
  • Prüfung (multiple choice)
Optional auf Wunsch der Kursteilnehmer:

Präsentationen zur Kathetersklerosierung (Schaum)
M. Hahn, Rottweil

Präsentation zur Sklerosierung der Stammvarize
M. Schadeck, Paris, Frankreich

Inhalt des Workshops:
Während des siebenstündigen Kurses werden folgende Inhalte erarbeitet: Indikation und Kontraindikation der Sklerosierung; Stellenwert der Sklerosierung für die Therapie der Varikose in Abgrenzung zu Alternativen; Charakteristika von Polidocanol (flüssig und als Schaum); Untersuchungsablauf entsprechend internationaler Leitlinie; posttherapeutische Maßnahmen; unerwünschte Begleiterscheinungen, Komplikationen, Management von Komplikationen; Demonstration der Sklerosierung anhand von Video- sequenzen; eigene Aktivitäten der Teilnehmer: Herstellung unterschiedlicher Polidocanolschäume; Punktion von Varizen unterschiedlichen Durchmessers ohne und mit sonographischer Kontrolle. Abschließende Erfolgskontrolle (multiple choice).


08.30 - 14.00 Uhr | Techniken der endovaskulären Aortenchirurgie
Leitung:
R. Ghotbi, München

  • OP-Eingriffsplanung
  • Zugangswege und deren ‚Management‘
  • Besonderheiten verschiedener Stentprothesensysteme
  • Materialgrundausstattung für EVAR/TEVAR/FEVAR (Schleusen, Drähte, Ballons etc.)
  • Gecoverte Stents (Chimneys, Branches etc.)
  • Komplikationsmanagement
  • Notfallmanagement (Aortenruptur)
  • Technische Voraussetzungen (Angiosuite, Hybridsaal etc.)

Inhalt des Workshops:
Der Kurs vermittelt einen praktischen und theoretischen Überblick über aktuell verfügbare Systeme zur Behandlung thorakaler, thorako-abdomineller und abdomineller Aneurysmen und Aortenpathologien. Gängige Stentsysteme, ihre Unterschiede sowie Differentialindikationen (einschließlich fenestriert, gebrancht) werden vorgestellt sowie weitere bewährte Techniken (Chimney etc.) dargestellt und in ihrer praktischen Handhabung sowie Therapieplanung erarbeitet. Grundausstattung eines endovaskulären OP-Saals/ Hybridsaals werden ebenso dargestellt wie Tipps und Tricks detaillierter Verfahrenstechniken.


08.30 - 14.00 Uhr | CEUS - kontrastverstärkter vaskulärer Ultraschall
Leitung: C. Richter, Ulm

  • Grundlagen des kontrastverstärkten Ultraschalls
  • Verlaufskontrolle und Endoleak-Diagnostik nach endovaskulärem Aortenrepair
  • CEUS-Anwendung in der peripheren Gefäßdiagnostik
  • Kontrastverstärkter Ultraschall zum Nachweis der Carotisplaqueperfusion und -instabilität
  • CEUS in der Nachsorge nach Carotisstenting

Inhalt des Workshops:
Der Workshop vermittelt die theoretischen und praktischen Grundlagen der kontrastverstärkten Ultraschalldiagnostik (CEUS) der Gefäße. Neben der bereits etablierten Anwendung in der Endoleak-Diagnostik liegt der Schwerpunkt des Kurses in der Plaqueperfusionsdiagnostik der Carotis. Im Gegensatz zu anderen aufwendigen Bildgebungen der Carotisplaque kann der kontrastverstärkte Ultraschall durch den Gefäßmediziner im klinischen Alltag selbst angewendet werden. CEUS stellt durch die fehlende Nephrotoxizität ein wertvolles Diagnostikum für die oft multimorbiden vaskulären Patienten dar.


08.30 - 10.30 Uhr | Perkutane Gefäßverschluss-Systeme
Leitung: I. Passaloglou, Berlin

  • Anatomische Grundlagen
  • Darstellung der gängigen arteriellen Punktionsstellen-Verschlusssysteme (Nahtverschluss, Kollagen-/Polymerbasiert, mit und ohne endovaskulären Anker, Clipsysteme,…)
  • Praktische Handhabung
  • Tipps und Tricks

Inhalt des Workshops:
Der Kurs ist praktisch orientiert mit Hands-on Erfahrungen. Neben einführender Vorstellung der verschiedenen, auf dem Markt verfügbaren Systeme in Vortragsform, besteht die Möglichkeit alle Systeme an Dummy-Modellen zu üben. Komplikationen, deren Management sowie Vor-und Nachteile verschiedener Systeme werden gemeinsam erarbeitet und Differentialindikationen dargestellt. Es besteht die Möglichkeit eines Erfahrungsaustausches.


08.30 - 10.30 Uhr | Endovaskuläre Techniken I (Einsteiger-Kurs)
Leitung: D. Hardung, Berlin

  • Zugangswege
  • Punktionstechniken (antegrade, retrograde, cross-over, pedal, crural)
  • Schleusenkunde/Führungskatheter
  • Drahtkunde (verschiedene Drahtplattformen, Unterschiede verschiedener Drähte, CTO Drähte, polymerbeschichtet vs. unbeschichtet, Differentialindikationen)
  • Therapiestrategien (POBA vs. Stent vs. DEB vs. ‚Debulking‘)
  • Stents (selbstexpandierend, ballonexpandierend, Nitinolstents, open vs. closed-cell design, Welcher Stent für welche Läsion?)
  • Komplikationsmanagement: Was muss ein Katheterlabor an Notfallequipment und Überwachungsmöglichkeiten vorhalten?
  • Aktuelle Datenlage
  • Praktische Übungen

Inhalt des Workshops:
Der Kurs vermittelt einen umfassenden Überblick und vermittelt Grundvoraussetzungen peripher interventioneller Techniken und Materialien. Detaillierte Materialkunde, Kathetertechniken für einfache und komplexe Läsionen, Punktionstechniken und generelle Therapiestrategien werden vermittelt. Differentialindikationen für verschiedene Therapieformen werden vermittelt. Der Kurs findet in Vortragsform mit praktischen Beispielen statt. Möglichkeiten für einen Erfahrungsaustausch, Tipps und Tricks sind gegeben. Die praktische Handhabung der einzelnen Devices findet ebenfalls Raum.


11.30 - 13.30 Uhr | Endovaskuläre Techniken II (Fortgeschrittenen Kurs)

Leitung:  A.Behne, Berlin

  • Retrograde, crurale Zugänge
  • Stents (Drugeluting-Stents, Nitinolstents, Spotstents)
  • Atherektomiesysteme (Direktional, Front-cutting,..)
  • Endovaskuläre Therapie der A. carotis interna
  • Embolieprotektion
  • Aktuelle Datenlage zu verschiedenen Systemen/Techniken
  • Praktische Übungen

Inhalt des Workshops:
Der Kurs vermittelt dem bereits geübten Anwender Differentialindikationen einzelner Therapiestrategien und gibt einen umfassenden Überblick aktuell verfügbarer Materialien für periphere Interventionen sowie Carotisprozeduren. Retrograde Punktionstechniken, Stentsysteme und Embolieprotektion werden vorgestellt.


11.00 - 13.00 Uhr | Techniken für die Behandlung chronischer Läsionen der ilikalen Venen
Leitung: M. Lichtenberg, Arnsberg

  • Indikationsstellung
  • Vorstellung der aktuellen Literatur
  • Bildgebung (vorher, nachher)
  • Therapieplanung (einschließlich Anästhesie, Analgesie, Lagerung,…)
  • Materialkunde
  • Tipps und Tricks
  • Nachsorge

Inhalt des Workshops:
Der Kurs vermittelt die aktuellen wissenschaftlichen Grundlagen zur Rekanalisation von Beckenvenenverschlüssen. Praktische Grundlagen, Materialkunde sowie die Therapieplanung werden dargestellt, da sich diese von arteriellen Rekanalisationen unterscheiden. Kathetertechniken, Differentialindikationen sowie die Nachsorge nach erfolgreicher Therapie werden ebenfalls dargestellt. Der Kurs findet in Vortragsform mit praktischen Beispielen statt. Es besteht die Möglichkeit eines Erfahrungsaustausches und einzelne Devices in ihrer Handhabung zu erproben.